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"Integration durch Sport"

Deutschland ist faktisch seit langem ein Einwanderungsland. In den letzten 10 Jahren haben rund 2,5 Millionen Spätaussiedler in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Gegenwärtig (2003) leben rund 7,3 Millionen Ausländer in Deutschland. Weitere 8 Millionen Ausländer werden in den kommenden 20 Jahren hinzukommen. Das bedeutet für unsere Gesellschaft eine neue, große Herausforderung und erfordert ein solides Integrationskonzept, das auf allen gesellschaftlichen Ebenen greift.

Für eine langfristige Integration bietet der Sport mit seinen weitreichenden individuellen Chancen und sozialen Möglichkeiten ein wichtiges Handlungsfeld. Die Aufmerksamkeit richtet sich in Sport und Bewegung auf das Erleben, Erfahren und Verstehen des Selbst und des Anderen.

"Integration durch Sport" ist ein Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und in der Umsetzung an die Landessportbünde eigenverantwortlich angegliedert. Das zentrale Ziel des Programms ist die Integration der Zuwanderer in die Aufnahmegesellschaft und in den organisierten Sport. Das Programm „Integration durch Sport“, das vom Bundesministerium des Innern gefördert wird, ist zeitgemäß und zukunftsorientiert angelegt und fügt sich in das Gesamtkonzept der Integrationsförderungen der Bundesregierung ein.

Durch dieses einmalige Modell kann Deutschland eine führende Rolle in der Zuwanderungs- und Integrationspolitik in Europa übernehmen. Die inhaltliche Umsetzung des Integrationsprogramms durch den organisierten Sport erfordert eine breite Palette von Aktivitäten und Maßnahmen. Diese werden im Konzept als Integrationsmodule definiert.

Das Programm arbeitet mit verschiedenen Integrationsmodulen, die sowohl die bestehenden Angebotsstrukturen des traditionell organisierten Sports, als auch neue, alternative Formen des Sports beinhalten und nutzen.

Programm:

1. Stützpunktförderung

Sportvereine, die im laufenden Jahr kontinuierliche Integrationsmaßnahmen und
Aktivitäten im Sinne des Programms durchführen, und als Netzwerkpartner tätig
werden möchten, können sich als "Stützpunktverein" bewerben. Durch diese
Fördermittel können Sport- und Spielgeräte, Ein- und Mehrtägige
Integrationsmaßnahmen, Mieten und Übungsleiterhonorare von integrativen
Sportgruppen finanziert werden (siehe Merkblatt „Stützpunktförderung“).

2. Integrationsmaßnahmen

  • Sonderprogramme
    Wenn die sportlichen Aktivitäten außerhalb eines Sportvereins und innerhalb eines
    regionalen Netzwerkes für Integration ablaufen, können diese unter Federführung des
    Programms in Zusammenarbeit mit regionalen Gremien unterstützt werden. Gefördert
    werden können Starthelfer / Übungsleiter / Betreuer, Sport- und Spielgeräte, Mieten,
    ein- und mehrtägige Integrationsmaßnahmen u.ä.. Die Bemessungsgrenze wird im
    Einzelnen festgelegt (siehe Merkblatt „Sonderprogramme“).

  • Eintägige Integrationsmaßnahmen
    Eintägige Integrationsmaßnahmen umfassen integrative Spielfeste sowie Tagesfahrten,
    Schwimmbadbesuche etc., bei denen der sportliche Charakter im Vordergrund steht.
    Die Zielgruppe ist in die organisatorische Abwicklung mit einzubeziehen. Diese
    Maßnahmen können auf vorhergehenden Antrag mit bis zu € 200,00 bezuschusst
    werden (siehe Merkblatt „Eintägige Integrationsmaßnahmen“).
  • Mehrtägige Integrationsmaßnahmen
    Mehrtägige Integrationsmaßnahmen können Ferienfreizeiten und Sportkurse sein.
    Die Bezuschussung richtet sich nach dem Anteil der Zielgruppe an der
    Gesamtteilnehmerzahl der Maßnahme und wird im Einzelfall entschieden.
    Integrative Ferienfreizeiten müssen mindestens eine Übernachtung beinhalten und
    innerhalb der Bundesrepublik Deutschland stattfinden (siehe Merkblatt „Mehrtägige
    Integrationsmaßnahmen“).




3. Starthelfer / Übungsleiter / Betreuer

Das Programm kann Personen, die sich verstärkt um die Integration der Zielgruppe im
Sportverein und/oder im Sonderprogramm bemühen, direkt unterstützen. Diese
sogenannten „Starthelfer“ werden über eine schriftliche Vereinbarung angestellt (siehe
Merkblatt „Starthelfer“).

4. Mobile Programmarbeit

Für die regionale mobile Programmarbeit vor Ort stehen 4 Sportmobile, 1 Zirkusmobil, 1 Skatemobil sowie 1 Streetsoccer-Anlage zur Verfügung. Sportmobile sind vollgepackt mit Spiel- und Sportgeräten (z.B. Hüpfburg) für jedes Alter. Bei Sport- und Spielfesten werden damit Alle zum Bewegen- und Sporttreiben animiert - Einheimische, Aussiedler, Zuwanderer - hier geht`s durcheinander! Die Fahrzeuge werden kostenfrei zur Verfügung gestellt und von Programm-Mitarbeitern betreut.

Nähere Informationen / Formblätter zu den einzelnen Integrationsmodulen
bitte direkt bei der Landes-/Regionalkoordination anfordern!
Kontaktmöglichkeiten
Anschrift des Verbandes Landes-/Regionalkoordination
www.integration-durch-sport.de

 

Hier stehen die Formulare zum download zur Verfügung:

Programm "Integration durch Sport"
Eintägige Integraionsmaßnahmen
Mehrtägige Integrationsmaßnahmen
Mobile Programmarbeit
Stützpunktförderung
Sonderprogramme

Für weitere Informationen steht der Regionalkoordinator

Mark Sauerborn
Donato-Polli-Strasse 2b
91056 Erlangen
FON & FAX: 09131 - 480 890
Email: erlangen(at)sportintegration.de

   
   
   
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