Seit dem Jahr 2000 gehört der deutsche Sport,
neben Kirchen und Wohlfahrtsorganisationen zu den Institutionen,
welche ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) anbieten dürfen.
Nach einem anfänglichen Projektstatus erhielt die Deutsche
Sportjugend mit den angeschlossenen Länderorganisationen
die Zulassung als Träger. In Deutschland absolvieren derzeit
über 1100 junge Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr im
Sport. Die Bayerische Sportjugend ist bei der Entwicklung maßgeblich
beteiligt gewesen und gehört mit über 240 TeilnehmerInnen
im Jahr 2008/2009 zu den größten Trägern im Sport.
Junge Menschen können in Sportvereinen und sozialen Einrichtungen
ihr FSJ in der sportlichen Kinder- und Jugendarbeit leisten.
Das FSJ im Sport ist als Bildungs- und Orientierungsjahr zu verstehen,
dessen Ziele darin bestehen, die Bereitschaft junger Menschen
für ein freiwilliges gesellschaftliches Engagement und die
Übernahme von Verantwortung zu fördern, ihnen Einblick
in ein Berufsfeld zu vermitteln, in dem sie erste berufliche Erfahrungen
sammeln oder sich auch für eine ehrenamtliche Tätigkeit
entscheiden können. Nicht nur andere Freiwilligendienste
werden diesem Anspruch gerecht, sondern auch der Freiwilligendienst
im Bereich des Sports. So wird durch die Absolvierung eines freiwilligen
Jahres beispielsweise ein erheblicher Motivationsschub bezüglich
eines sozialen und gesellschaftlichen Engagements bei den Jugendlichen
ausgelöst. Weit mehr als die Hälfte der Freiwilligen
hat konkrete Vorstellungen hinsichtlich eines sportlichen, politischen,
kulturellen oder sozialen Engagements entwickelt. Die Mehrheit
stellt sich vor, dieses zukünftig ehrenamtlich oder beruflich
umzusetzen.
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